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Zeit: genauso wichtig für unsere Kinder wie auch für Pflanzen

Der heutige Artikel handelt von Zeit. Und von Tomaten. Dieser Nachlese Beitrag ist für euch und eure Kinder. Die Idee zu diesem Artikel ist in einem Gespräch zwischen einer Mama und einer Pädagogin entstanden. Danke Sabine für diese wunderbare Inspiration!

Ja, seit letztem Sonntag gehen die Uhren etwas langsamer. Dennoch fühlen wir Mamas und Papas uns aber oft, als wären wir durch ein Kaninchenloch gefallen: gemeinsam mit der ganzen Familie zuhause zu sein, ist manchmal schon ein bisschen so, als wären wir in einem verrückten Wunderland gelandet. Wir müssen die Balance finden zwischen Elternsein, Arbeit, Schule, Kindergarten und Haushalt. Wir haben das Gefühl – auch oder besonders in dieser Zeit – dass jeder irgendwelche Erwartungen an uns hat. Und viele von uns – so machen das erwachsene Menschen einfach – sorgen sich um die Zeit danach oder stellen sich zumindest Fragen, wie es weiter gehen wird.

Stopp – Durchatmen – über den folgenden Absatz nachdenken:

Gebt euch und euren Kindern ZEIT.

Zeit war für Maria Montessori eine der Voraussetzungen bei unseren Kindern die Neugier zu fördern. Sie brauchen Zeit um ihren Erkundungsdrang zu entwickeln und auszuleben. Und mit Zeit meinte sie Zeit, die nicht verplant ist. Ja, unsere Kinder dürfen sich auch mal langweilen. Es ist für unsere Kinder sicher auch mal schön, in der Früh nicht den üblichen Zeitdruck zu haben.

Viele unserer „Erwachsenen-Verpflichtungen“ sind durch die Ausgangssperre ausgefallen, warum nicht diese frei gewordene Zeit unseren Kindern widmen? Als Beispiel: Zeit für Gespräche bei einer kleinen Jause am Nachmittag oder Zeit zum gemeinsamen Staunen (im Frühling, wenn die Natur wieder erwacht, kann man über vieles staunen). Jetzt haben wir vielleicht auch mehr Zeit, dass wir unsere Kinder beim Kochen helfen lassen, denn sie helfen einfach gerne und mögen es, in den Alltag mit einbezogen zu werden.

Eine Sache, bei der man sich auch manchmal in Geduld üben muss, und die auch immer wieder etwas Zeit erfordert, ist, Pflanzen selbst zu ziehen.

Aus Tomaten werden Tomaten.

Pflanzen mit Kindern zu ziehen ist eine wunderbare Sache. Man kann die eben angesprochene Zeit miteinander verbringen, es ist gut für die Feinmotorik, man kann auch gemeinsam staunen, man kann die Pflanzenpflege als tägliches Ritual in den Tagesablauf einbauen, die Kinder lernen etwas über den Kreislauf der Natur usw. usw. usw.. 😉

Wie geht das?

  1. Biotomaten kaufen, am besten verschiedene, aufschneiden, die Kerne der Tomaten auslösen und auf ein Papier Küchenrolle schmieren. Dann ein paar Tage trocknen lassen. Vergesst nicht, eure Tomatensamen zu beschriften!
  2. Dann braucht ihr Eierkartons, leere Blumentöpfe (Achtung: welche mit Löchern am Boden, damit das Wasser ablaufen kann), Anzuchttöpfe aus Pflanzenfasern oder Joghurtbecher (Löcher in den Boden stechen)….
  3. Weiters braucht ihr Erde: am besten ist Anzuchterde, aber auch Gartenerde funktioniert. Die Erde sollte möglichst nährstoffreich sein, Tomaten brauchen jede Menge Nährstoffe.
  4. Füllt die Töpfe nicht randvoll mit Erde, schneidet die Tomatensamen aus der Küchenrolle aus und setzt sie auf die Erde. Deckt sie mit einer dünnen Erdschicht ab. Tomaten sind nämlich Dunkelkeimer. Mit einer Sprühflasche die Tomaten ab nun immer schön feucht halten, sobald sie stabile Pflänzchen sind, kann man auch eine kleine Gießkanne verwenden.
  5. Dann die Tomaten an einen Ort stellen, an dem sie Licht bekommen, es eine Temperatur von 20-25°C hat und es nicht zieht. Nach ca. 10 Tagen bis zwei Wochen sollten die ersten kleinen Tomatenkeime zu sehen sein.

Mitte März ist eine gute Zeit um mit der Tomatenanzucht zu beginnen. Ich habe ja schon erwähnt, Tomaten brauchen viele Nährstoffe, daher, verwendet ihr zu anfangs kleine Töpfe, solltet ihr die Tomaten vielleicht nochmals umsetzen, in größere Töpfe mit frischer Erde, bevor sie nach draußen dürfen. Tomaten mögen es wirklich warm, daher sollte man sie nicht vor Ende März (es sei denn man hat ein Glashaus) nach draußen setzen. Wir achten hier nach wie vor – so hat es Opa schon gemacht – auf die Eisheiligen.

Sobald sie raus dürfen brauchen sie ein nach Süden ausgerichtetes, sonniges Plätzchen! Im Beet fühlen sie sich sowieso wohl, oder pflanzt sie in einen mindestens 10l fassenden Topf.

Das Internet ist übrigens voll mit Tipps und Tricks, sollte euch hier irgendein Hinweis fehlen.

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